Lead Product Design (Freelance)
B2B SaaS Platform / Health Regulated
Clustertec / Zur Rose Schweiz via KPS

Das Projekt startete als Greenfield-Entwicklung bei 0 und umfasste Backend, Frontend sowie UX Research und UX/UI. Die Arbeit begann mit einem tiefen Verständnis für den Praxisalltag von PMAs und Ärzt:innen, in dem Zeitdruck, Übersicht und Sicherheit täglich entscheidend sind.
Das Schweizer Konzept der Praxisapotheke musste inklusive Prozesse, Regularien und Rowa-Erweiterung (Medikamentenroboter) fachlich durchdrungen und in eine digitale Logik übersetzt werden. Die Anwendung vereint drei hoch komplexe Bereiche, die im Alltag untrennbar zusammenhängen: Lagermanagement, Bestellmanagement und Patientenadministration.
Gleichzeitig wurde die Lösung als Multi-Device-Anwendung konzipiert: als Desktop-Applikation für den Praxisbetrieb, als UI für den ROWA-Bedienbildschirm der Medikamentenautomaten/roboter sowie als integrierter Workflow für den Handscanner. Dadurch werden Prozesse dort unterstützt, wo sie tatsächlich stattfinden – am Arbeitsplatz, am Automaten und direkt am Regal.
Eine Min-/Max-Logik im Lager unterstützt die Bestandssteuerung und -sicherung, indem bei Mindestbestand automatisch eine Bestellung vorbereitet wird (ohne automatische Auslösung).
Inventursicherheit entsteht durch nachvollziehbare Bestandsbewegungen über Lager, Bestellungen und Abgaben hinweg – als Grundlage für verlässliche Inventuren im Praxisbetrieb.
Abgabe und Verschreibung sind direkt mit Patient:innenverwaltung und Medikationshistorie verknüpft – inklusive Abgabe aus Lager, als Rezept oder patientenbezogener Bestellung.



Um schnell in belastbare Produktentscheidungen zu kommen, startete die Arbeit mit einem User Research zum Praxisalltag von MPAs und Ärzt:innen. Die Ergebnisse wurden als Task Map in Miro visualisiert und anschließend in frühe Wireframes übersetzt, die als Diskussionsgrundlage für Navigation, Struktur und Kernflows dienten. Durch kontinuierliche Co-Creation mit Stakeholdern konnten Annahmen früh validiert und neue Ideen schnell bewertet werden.




Speed Explorations
Vereinfachte Schemata, um Flows und Feature-Verhalten schnell sichtbar zu machen. Ideal, um Ideen früh zu testen und abzustimmen – deutlich schneller und flexibler als dauerhaft in High-Fidelity-Designs zu arbeiten.

Precision Decisions
Konkrete End-to-End-Flows auf Ebene einzelner Elemente, mit Fokus auf die wesentlichen Interaktionen. Dafür nutzen wir gezielt reduzierte High-Fidelity-Screens, um kritische Details präzise zu klären – ohne den gesamten Screen auszudesignen und dadurch trotz Detailtiefe schnell und effizient zu bleiben.
Der Design Compass verdichtet die Ergebnisse eines Look-&-Feel-Workshops zu klaren, bewertbaren Dimensionen und macht sichtbar, wofür das UI stehen soll.
Dafür wurden zunächst gemeinsame Attribute erarbeitet, anschließend gewichtet und als priorisierte Leitplanken visualisiert, die die Designentscheidungen über alle Screens hinweg konsistent ausrichten.


Im Anschluss entstanden basierend auf dem Design Compass bewusst mehrere roughe Designrouten, die die Dimensionen unterschiedlich gewichten und interpretieren. Dadurch wurden die visuellen Konsequenzen der Entscheidungen sichtbar und es ließ sich realistisch beurteilen, welche Designprinzipien und UI-Elemente die Komplexität der App am besten tragen – und damit langfristig am belastbarsten sind.
UI elements and components
Durch den Aufbau einer Component Library mit Guidelines wurden UI-Standards zentralisiert und für alle zugänglich gemacht. Das senkt den Abstimmungsaufwand, verhindert Sonderlösungen und erhöht die Konsistenz in Design und Implementierung.
Stakeholder (PO, GF) und Team können Fragen im Self-Service klären und Wissen eigenständig aufbauen, wodurch Abhängigkeiten von Einzelpersonen deutlich sinken. Gleichzeitig entsteht im Frontend ein tieferes Verständnis für Regeln, Zustände und Einsatz der Komponenten – mit dem Effekt: schnellere Umsetzung, weniger Rework und nachhaltige, personenunabhängige Wissenssicherung.

design transition

Nach kanpp 3 Jahren Entwicklungszeit wird die initiale Plattform als White Label Lösung umgestellt und ist u.a. als Zur Rose Studio verfügbar.

Als Ärzte und Geschäftsführer von Arztpraxen wissen wir, wie wichtig eine effizente und sichere Medikamentenversorung für die behandlung unserer Patienten ist. Das Zur Rose Studio bietet eine innovative und einzigartige Lösung, um diese Prozesse zu optimieren und die Patientensicherheit zu erhöhen.
Dr. Grahmann
Medicum Weselim, Luzern/Schweiz
